Offene Gärten

In ALLE, familiär by Thomas Knöri0 Comments

Verein für Familiengärten Opfikon-Glattbrugg

Als Beitrag zu den 50-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Opfikon führte der Verein für Familiengärten Opfikon-Glattbrugg (VFOG) im Hauächer einen Tag der offenen Gärten durch. Der Besucherzahl war eher klein, die Begeisterung aber gross.

Nach der langen Schönwetterperiode herrschte am vergangenen Samstag nicht gerade einladendes Gartenwetter. Entsprechend menschenleer waren denn auch die Gärten um die 77 Parzellen im Hauächer. Von der kühlen und regnerischen Witterung nicht abhalten liessen sich aber einige Besucherinnen und Besucher, welche den Tag der offenen Gärten des Vereins für Familiengärten Opfikon-Glattbrugg (VFOG) für einen Rundgang nutzten.

Auf einer der von Vereinsmitglied Elsbeth Jucker geführten Begehung des Areals war auch die vierköpfige Familie Wüest dabei, die das Hauächer bisher nur von aussen, von Spaziergängen her, kannte.

Vereinspräsident Heiri Schütz hätte zwar gern mehr Besucherinnen und Besucher gesehen, aber er zeigte sich trotzdem sehr zufrieden mit dem Anlass. Mit grosser Begeisterung führte Vereinsmitglied Elsbeth Jucker interessierte Besuchergruppen durch die Gärten und wusste viel Wissenswertes zu berichten.

Regeln sorgen für Ordnung

Der Verein für Familiengärten Opfikon-Glattbrugg wurde 1973 gegründet und zählt aktuell 144 Aktivmitglieder sowie 50 Passivmitglieder. Wie in fast allen Vereinen ist gemäss Jucker auch im VFOG die Überalterung ein Thema. Es sei schwierig, junge Menschen für das Hobby des Gärtnerns zu begeistern, mehrheitlich würden sich Menschen ab dem 40. Altersjahr für einen Garten interessieren. Die Wartelisten für die Gärten seien kleiner geworden und es bestünden keine gossen Probleme mit der Weitervergabe von freigewordenen Gärten an neue Pächter.

Die Haupteinnahmen des VFOG bestehen aus der Papiersammlung sowie den Papierverladungen, die pro Jahr etwa 9000 Franken in die Vereinskasse einbringen. Das Einvernehmen mit der Stadtbehörde, so Jucker, sei ausgezeichnet und die Anliegen des VFOG würden stets mit grossem Wohlwollen entgegengenommen. Sehr erfreut und mit Stolz zeigte später denn auch Vereinsmitglied und Präsidentengattin Susanne Schütz ein Anerkennungsschreiben, welches von Stadtrat Jörg Maeder persönlich überbracht worden sei.

Dass die Anlage Hauächer so ordentlich und ansprechend erscheint, ist natürlich auch gewissen Regeln zu verdanken. In der Gartenordnung sind beispielsweise gewisse Masse für Bauten wie auch für Pflanzen festgelegt. Tomaten-, Gewächs- und Plastikhäuschen jeglicher Art dürfen eine maximale Grundfläche von sechs Quadratmetern und eine maximale Höhe von zwei Metern nicht überschreiten. Treibbeete dürfen nicht über einen Meter hoch sein und die Fläche darf drei Quadratmeter nicht übersteigen. Die maximale Höhe von hoch wachsenden Pflanzen wie Himbeer-, Brombeer- und Blumenstauden sowie von Einfassungen und Lebzäunen beträgt einen Meter, Spalierobstbäume, Stangenbohnen dürfen eine Höhe von eineinhalb Metern nicht überschreiten, Bäume und Sträucher über drei Meter sind nicht erlaubt. Besser als Elsbeth Jucker kann man es kaum ausdrücken, was die Besonderheit des Hau-ächers ausmacht: geordnete Vielfalt.

Esther Salzmann, Stadtanzeiger vom 30.8.2018

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