Velotag

In ALLE, bildend, familiär, sportlich, städtisch by Thomas Knöri0 Comments

Zweiräder in allen Formen und Farben

Es gibt so viele unterschiedliche Fahrräder, wie ein Rad Speichen hat. Einige davon konnte man am Opfiker
Velotag ausprobieren.

Auch seltsame Räder können fahren: An der Schulstrasse war Ausprobieren angesagt. Fotos: Jonas Schaufelberger

Sarah Keller, Projektleiterin Planung im Opfiker Bauamt und dort unter anderem zuständig für Velos, hat den Tag initiiert und ist mit dem Resultat und den geschätzt 200 Besuchern zufrieden: «Natürlich war es heiss und die vier Plätze ein Stück voneinander entfernt», sagt sie gegenüber dem «Stadt-Anzeiger». «Aber gerade im Opfikerpark, der von vielen Menschen aufgesucht wird, haben wir so mehr und andere Leute erreicht.» Vor allem Kinder hätten sich über das muskelbetriebene Velokarussell und die Hüpfburg gefreut. Auch die Mittagsshow der Veloakrobaten habe einige Besucher angelockt.
Sie war im Übrigen nicht die Einzige mit einem guten Eindruck: Die vielen externen Beteiligten – von der Velolobby über den lokalen Velohändler bis zu den Vereinen – hätten sich am Abend bedankt.

Synergien genutzt
Dass der Anlass am selben Wochenende wie das «Jazz am See» (siehe Artikel in dieser Ausgabe) stattgefunden hat, sei kein Nachteil gewesen. Man habe vielmehr Synergien nutzen (die Festbeiz öffnete bereits am Nachmittag) und ein paar Leute zusätzlich ansprechen können. «Wir haben die Getränke via ‹Jazz am See› bezogen sowie Essensgutscheine an unsere Helfer ausgegeben», so Keller. «Eine Win-win-Situation.» Ebenfalls zufrieden ist Dave Durner, Geschäftsführer von Pro Velo. Seine Organisation veranstaltet Velobörsen im ganzen Kanton und am Samstag auch in Opfikon. «Wir haben am Morgen etwa 200 Velos zum Verkaufen erhalten», schätzt er gegenüber dem «Stadt-Anzeiger», wovon man etwa 100 habe verkaufen können. «Das ist ein guter Wert fürs erste Mal.» Vor allem Rennvelos seien derzeit «hipp», aber auch das günstige «Bahnhofvelo» finde immer Abnehmer.

Allerlei Spezialvelos
Spezielle Velos fahren die Mitglieder des Vereins NT Dirt, die an der Südwest-Ecke des Glattparks einen Parcours unterhalten und seine alljährliche «Jam» am Opfiker Velotag veranstaltet haben. «Dutzende Fahrer und Zuschauer aus der Umgebung sowie aus dem Ausland versammelten sich im Glattpark, um zusammen auf den liebevoll gestalteten Sprungschanzen akrobatische Sprünge zu zeigen», so Michael Rudolph, der im Verein für die Medienarbeit zuständig ist. Seit dem Spatenstich vor zwei Jahren habe sich der Park mit über 20 aus Erde geformten Sprungschanzen zu einem der grössten ‹Dirtjump Parks› der Schweiz entwickelt. Wer es nicht gleich mit den mehr als mannshohen Sprungschanzen aufnehmen wollte, konnte auf einem Leihbike und einem metallenen Rundkurs der «Flying Metal Crew» schon mal ausprobieren, wie es ist, nur mit Wippen im richtigen Moment vorwärtszukommen.
«Dank des ausgezeichneten Wetters konnte bis zum Einbruch der Dunkelheit gemeinsam gefahren und die Jam erfolgreich beendet werden», bilanziert Rudolph.
Ein anderes Spezialvelo war aus Bern angereist: Es heisst «Unfassbar» und steht auf drei Rädern. Es ist eine mobile Velo-Bar, mit Druckfässern für Getränke und Tischchen, um sie abzustellen. «Aber eigentlich ist es ein Kontaktmobil, um Menschen anzusprechen», sagt Bernhard Jungen. Er sei eigentlich immer am besten gewesen in ungezwungenem Rahmen, erzählt der Berner Pfarrer und Barkeeper. «Und so komme ich mit Menschen ins Gespräch, die mir ihre unfassbaren Geschichten erzählen», erläutert Jungen, der seit ziemlich genau einem Jahr mit seinem jüngeren Kollegen Tobias Rentsch und der Unterstützung eines eigens gegründeten Vereins so unterwegs ist.

Roger Suter, Stadtanzeiger vom 5.7.2018

> Video Velotag Opfikon vom 30.6.2018

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