Jazz am See

In ALLE, familiär, kulinarisch, kulturell, musikalisch, städtisch by Thomas Knöri0 Comments

Jazz am See: Besucherrekord zum Jubiläum

Bereits zum zehnten Mal hat am vergangenen Wochenende das «Jazz am See» im Glattpark stattgefunden. Die Jubiläumsausgabe trumpfte mit mehreren Neuerungen und einem Besucherrekord auf.

 

Auch aus dem Blickwinkel des Schlagzeugers machte das zehnte «Jazz am See» eine gute Falle. Fotos: Fabian Moor

Rund 3500 Personen haben laut Organisator Sascha Zimmermann am vergangenen Wochenende der Live-Musik im Glattpark gelauscht, das Wetter genossen und sich an den insgesamt sieben Foodständen verpflegt. «Dies war definitiv das erfolgreichste Jahr bisher», zieht Zimmermann Fazit und erinnert sich mit einem Schmunzeln an die erste Ausgabe von «Jazz am See», die 2008 durchgeführt wurde. «Damals hatten wir einen Grill, ein kleines Zelt und eine Minibühne aufgestellt und den Anlass mit neun Helfenden bestritten.»

Neues Foodangebot begeistert
Mittlerweile hat sich der Event als fester Bestandteil der Kulturagenda Opfikons etabliert und kann sich auf diverse Partner, Sponsoren, Helfer und eine stetig wachsende Zuschauerzahl verlassen. Auch der Jazz ist kein Muss mehr, und die meisten Bands spielen zugängliche Musik aus diversen Genres. Eine Besucherin, die die Geschichte des Festes hautnah miterlebt hat, ist Luana Thaler (39), die mit Freunden, Kind und Kegel zu Fuss angereist ist. Nur eine einzige der zehn Ausgaben habe sie bisher verpasst. «Ich bin begeistert vom diesjährigen Foodangebot», strahlt sie und schwärmt von Dörig’s Fischknusperli, die sie soeben verspeist habe. Neben Kulinarischem aus dem Frisch-Fisch-Mobil führen sich die Gäste auch Burritos, Burger, Grillgut, Crêpes oder asiatische Spezialitäten zu Gemüte. «Wir haben sehr viel tolles Feedback zum neuen Essenskonzept erhalten», freut sich auch Zimmermann. Es werde in den nächsten Jahren definitiv weitergeführt oder sogar ausgebaut werden.

Ein grosses Familienfest
Da der grosse Teil der Besucher in unmittelbarer Nähe zum Gelände wohnt, kommt die Stimmung am «Jazz am See» derjenigen eines riesigen Familienfests sehr nahe. Die meisten kennen sich und plaudern beherzt über Gott und die Welt. Dies stimmt so für alle, lässt die Live-Musik aber ziemlich weit in den Hintergrund rücken. Die Thuner Indiepop-Band «The Souls», die im vergangenen Jahr 18 Festivalkonzerte in der Schweiz gespielt hat, eröffnet den Anlass am Freitag um 19 Uhr. Auf den blauen Stühlen vor der Bühne haben es sich Kinder bequem gemacht, dahinter stehen die Musikbegeisterten und wippen im Takt der eingängigen Lieder. Die Mehrheit sitzt, isst und plaudert. Dies hält die Band aber nicht davon ab, leidenschaftlich ihre Musik vorzutragen und das Publikum zum Mitsingen zu animieren. «Unser grosses Ziel ist es, dass alle sechs Mitglieder von dieser Band leben können», erklärt Sänger Jay Messerli nach dem Auftritt. Momentan sei er der Einzige, der sich nur durch Musizieren finanziert. Dies soll sich mit dem nächsten Album, das noch dieses Jahr herauskommen wird, ändern.

Vier Häuser, ein Quartierverein
Spannend ist es auch, sich mit Saschas Zimmermanns Entwicklung als Kulturförderer in Opfikon zu befassen. «Als ich in den Glattpark gezogen bin, standen genau vier Häuser da», erinnert er sich. Da er plante, zu bleiben und sich zu engagieren, gründete er schnell den Quartierverein Glattpark und sicherte sich die Unterstützung der Stadt Opfikon zu. Mittlerweile hat der Verein 400 Mitglieder und ist an diversen Fronten aktiv. Ein Ziel des Quartiervereins ist laut Leitbild die Anregung und Förderung sowie die Durchführung oder Unterstützung von kulturellen, sportlichen und geselligen Veranstaltungen im Quartier. Mit dem «Jazz am See» hat der Verein dieses Ziel definitiv erreicht.

Fabian Moor, Stadtanzeiger vom 5.7.2018

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