Lockpfosten Landwirtschaft

In ALLE, bildend, familiär by Thomas Knöri0 Comments

51 Lockpfosten vermitteln tieferen Einblick ins Bauerngewerbe

Lockpfosten auf dem Opfiker Plateau sollen das Verständnis und den Respekt für die Leistungen der Landwirtschaft fördern. Die Aktion des Schweizer Bauernverbands wird in das 50-Jahr-Jubiläum der Stadt Opfikon integriert.

Obwohl in der Landwirtschaft hart gearbeitet wird, verschwinden immer mehr Bauernhöfe. Die einheimischen Bauern haben es nicht leicht. Es gilt Vorschriften zu befolgen, und oft macht die Natur – Regen, Kälte und Hagel – das Leben der Landwirte schwer.

Im Rahmen der Lockpfostenaktion des Schweizer Bauernverbands erhalten Interessierte Einblick in die strenge, aber abwechslungsreiche Tätigkeit der Bauern. Im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Stadt Opfikon lädt nämlich die Genossenschaft zur Förderung der Landwirtschaft zu einem Rundgang auf dem Opfiker Plateau ein. 17 Stationen bringen dem Betrachter das Bauerngewerbe näher. Die weissen Pfosten mit fetten Schlagwörtern und ausführlichem Text sollen Spaziergängerinnen und Spaziergänger anlocken und sie mit dem Hintergrund des Bauerngewerbes vertraut machen.

Kunst im Pfostenformat
Die Lockpfosten heben sich ähnlich modernen Kunstwerken von der natürlichen Umgebung – Wiesen, Wegen oder Hecken – ab. Die weissen Pfosten mit grossen Buchstaben sind von weither sichtbar. Es sind jeweils drei davon, die sich mit demselben Thema befassen. Unter dem Titel geben diese Einblick in die Wichtigkeit und Vielfalt der landwirtschaftlichen Leistungen, welche die Bauern erbringen. Eines der dreigeteilten Themen heisst: Flugplatz, Eiertanz und Zauberei. Es orientiert über den Aufwand bei der Hühnerhaltung auf dem Hof. Ein weiteres Thema ist das Wohlbefinden der Kühe mit den Schlagworten Biestmilch, Höhenschwindel und Dufttest. Der letzte der drei Begriffe weist übrigens darauf hin, dass nach dem Rundgang in einem gut durchlüfteten Kuhstall dem Besucher kein Stallgeruch anhaften darf. Weitere Einzelheiten über den Hintergrund des Bauerngewerbes wie zum Beispiel den Milchpreis und den Arbeitsverdienst sind ebenfalls auf dem Rundgang ersichtlich.

51 statt 50 Lockpfosten
Die Lockpfosten sind auf dem Land der drei einzigen Opfiker Landwirte Bruno Maurer, Markus Güttinger und Jörg Altorfer aufgestellt. Letzten Samstag führte Bruno Maurer Interessierte durch den Lockpostenwald auf dem Opfiker Plateau. Und obwohl die weissen Gebilde ein Zeichen auf das 50-Jahr-Jubiläum der Stadt Opfikon setzen sollen, sind es insgesamt 51 Lockpfosten, welche zum Innehalten, Lesen und Nachdenken einladen. Begründung der Zahl 51: Laut Vorgabe des Bauernverbandes geben an jeder der 17 Stationen 3 Pfosten Aufschluss über ein Thema. Nach dem Rundgang wurden die Teilnehmenden mit einem kühlen Glas selbstgemachtem Holundersirup verwöhnt.

Béatrice Christen, Stadtanzeiger vom 24.5.2018

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