Kinderkonzert

In ALLE, familiär, kulturell, musikalisch, städtisch by Thomas Knöri0 Comments

Wilde Tiere und bunte Klänge in der Kirche

Am Sonntag überfallen Plüschtiere und über 100 Kinder die reformierte Kirche in Opfikon: Andrew Bond füllt den Saal mit Liedern zum Mitsingen und Lachen.

Wer war noch nie mit seinen Kindern an einem Andrew-Bond-Konzert? Andrew Bond ist ein Kinderlieder-Singer/Songwriter, der die Kinder mit seiner Gitarre und seinem E-Piano zum Juchzen bringt. Ursi Zeller und Brigitte Bischoff Bleiker von der Kulturkommission Stadt Opfikon schätzen die Besucherzahl auf etwa 400 Personen. All diese Kinder, Eltern und Omas lachen mit und helfen mit Händen und Füssen, die reformierte Kirche Halden zum Schütteln zu bringen.

Und die Tiere? Andrew Bond bringt einen Korb voller Überraschungen mit: Wilde Plüschtiere stellen den Kindern den Dachs-Tanz vor und erzählen von Fledermaus-Nächten. Die Kleinsten, die grad laufen können, beobachten gemeinsam mit den Grössten den Wildwechsel in der Kirche. Die Kinder entdecken einen flauschigen Igel und einen Hahn. Und da! Hoch über den Köpfen kreist eine Fledermaus im Dachgiebel. So nimmt Andrew Bond sein Publikum mit auf eine Natur-Entdeckungsreise.

Innert Minuten gefesselt

«Wer kommt aus Opfikon?», fragt der Sänger plötzlich, rund ein Drittel der Besucher hebt die Hand. Auch die beiden Stadträte Norbert Zeller und Bruno Maurer sind da, denn die Stadt Opfikon bekommt zu ihrem 50.Geburtstag einen Song. Das Publikum singt immer «Opfikon» mit, «zuerst einmal gäll, noch einmal, dann zweimal», weist Bond die Sänger an. Der «Opfike-Song», der hier seine Premiere hat, ist groovy, so wie es einer der Besucher lauthals gewünscht hat. Wer das Lied fürs kommende Stadt Stadtfest schon auswendig lernen will, kann es im Kasten nachlesen und unter dem Link hören. > Andrew Bond „Opfike-Song“ (mp3)

Am meisten beeindruckt, wie Andrew Bond das ganze Publikum innert Minuten gefesselt hat. Er schafft es, auch die Erwachsenen zum Lachen und Mitmachen zu bewegen. Die Kinder brauchen keine Extra-Einladung: Anfangs sitzen sie noch brav vor der ersten Reihe am Boden und hängen dem Sänger an den Lippen. Zum Schluss springen und hüpfen etwa 100 Kinder ums Klavier herum, Andrew Bond steht mit der Gitarre auf dem Stuhl und dirigiert die lachende Meute mit kleinen Anweisungen und viel Charme. Bei ihm sind sie Kinder nicht schüchtern, denn die meisten kennen seine Stimme und viele Lieder von den Alben, die sie zu Hause haben. Die Auswahl ist gross, fast 20 seiner CDs und Musicals hat Andrew Bond mit dabei, zum Beispiel «Heidi» und «Machs wie de Dachs» und «Alli mached Mischt». Eine Mutter mit ihren zwei Jungs (5- und 1-jährig) fasst zusammen: «Dies ist das dritte und beste Konzert, das ich mit Andrew Bond erlebt habe.» Die Oma daneben nickt lachend, und die Kinder lassen Ballone fliegen und summen auf dem Nachhauseweg «Oschterhaas, Oschterhaas, i ha di geschter gseh im Gras.» www.andrewbond.ch

Loa Steiner, Stadtanzeiger vom 22. März 2018

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