50 Jahre unter Wasser

In ALLE, bildend, familiär, sportlich, städtisch by Thomas Knöri0 Comments

Alte Opfiker Badi eröffnet ihre letzte Saison

Was liegt denn da im Schwimmbecken? Diese Frage stellte sich am Samstag bei der Eröffnung der Freibad-Saison im «Bruggwiesen». Denn zum Jubiläum stellte sich die städtische Abteilung Bevölkerungsdienste vor – teilweise unter Wasser.

Empfangen wurden die Gäste in der Badi Bruggwiesen am Samstag von Stadtrat Marc-André Senti und der Abteilungsleiterin Bevölkerungsdienste, Maya Rilke, mit einem Glas fruchtiger (alkoholfreier) Bowle. Auf dem anschliessenden Rundgang wurde den Besuchern und Besucherinnen die Tätigkeitsbereiche der Polizei, der Feuerwehr, der Einwohnerdienste, des Frei- und Hallenbads sowie der Sportanlage Au vorgestellt – alles Einrichtungen der Abteilung Bevölkerungsdienste.

Dazu waren zwei Bahnen des 50-Meter-Schwimmbeckens zum Unterwassermuseum geworden. Auf dem Grund befanden sich – in Anlehnung an das Stadtjubiläum – Gegenstände der letzten 50 Jahre, die es im Rahmen eines Wettbewerbs zu erraten gab. Eine Herausforderung, da der Wind das Wasser bewegte und die Objekte deshalb nicht leicht erkennbar waren.

Das etwas andere Fotoshooting
Am Stand der Einwohnerdienste, der von deren Leiterin Maja Volkart und ihrem Team betreut wurde, hatten die Besucher Gelegenheit, sich fotografieren zu lassen. Nicht nach strengem Passbild-Schema, sondern verkleidet: Blumenkränze und verschiedene Kopfbedeckungen standen zur Wahl. Vertreter der Sportanlage Au ihrerseits luden kleine und grosse Fussballer zum Torwandschiessen ein.

Auch ein Streifenwagen der Polizei wurde von Neugierigen umrahmt und – als das Blaulicht am Kühler und auf dem Dach aufleuchtete – gebührend bewundert. Mittels Plakaten und Prospekten machte die Stadtpolizei unter anderem auf die Nullpromillegrenze am Steuer und die Sichtbarkeit der Velofahrer im Strassenverkehr aufmerksam. Action versprach das Schiessen mit einer nachgeahmten Maschinenpistole auf leere Flaschen. Die Treffsichersten wurden belohnt.

Mit der Drehleiter in den Himmel
Auch die Feuerwehr der Stadt Opfikon präsentierte einen breiten Ausschnitt ihrer Arbeit: Künstlich erzeugter Rauch überlagerte die Szene. Löschfahrzeuge hatten sich eingefunden. Das Publikum konnte sich selber an Löscharbeiten versuchen und mittels eines Wasserstrahls einige vorbereitete Feuer löschen. Ein Autowrack präsentierte die Arbeit der Feuerwehrleute, wenn Menschen eingeklemmt sind. Wer Lust hatte, konnte mit einem hydraulischen Schneidewerkzeug Blechstücke des Wracks zerschneiden. Als besondere Attraktion galt die Fahrt im Korb der Drehleiter in luftige Höhe.

Der Blick hinter die Kulissen der vorgestellten Bereiche wurde von den Besuchern als spannend und interessant beschrieben. «Toll, was die Feuerwehr alles macht», war einer der begeisterten Kommentare. Oder: «Sensationeller Streifenwagen der Polizei, mit dem möchte ich fahren», sagt ein Junge. Im Zusammenhang mit dem ausgefallenen Unterwassermuseum rätselten viele Besucher über die versenkten Gegenstände (siehe Kasten). Ein Knabe hatte eine Pistole entdeckt, ein erwachsener Besucher wies auf ein anderes der gesunkenen Objekte hin und meinte: «Das ist sicher ein Verbindungsstück zu einem Feuerwehrschlauch.»

Ein weiterer Bereich der Veranstaltung bildete das Frei- und Hallenbad Bruggwiesen. Zeitgleich mit der Veranstaltung «50 Jahre Bevölkerungsdienste unter Wasser» erfolgte hier der Auftakt zur Badesaison 2018. Am 26. August schliesst die Badi ihre Tore für eine Totalsanierung. Erst im Jahr 2020 wird das «Bruggwiesen» ihre Tore wieder öffnen und den Badenixen mit einem zusätzlichen Wellnessbereich und einer besonderen Rutschbahn zur Verfügung stehen.

Béatrice Christen, Stadtanzeiger vom 17.5.2018

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